Wenn es mal so einfach wäre…

Würdest du das bestätigen? Ich jedenfalls halte dies für eine ziemlich treffende Aussage. Allerdings hört es sich, auf diese kurze Formel gebracht, so simpel und ausschließlich an, dass sich ein gewisses Unbehagen bei mir regt, denn im wahren Leben ist es doch wohl ein wenig komplexer.

  1. Meine Einstellung: Welche habe ich denn wozu? Warum und woher habe ich die eigentlich? Und wie könnte ich sie eventuell modifizieren, damit ein glücklicheres Leben draus wird?
  2. Meine Entscheidungen: Was genau ist eigentlich eine Entscheidung? Wann treffe ich eine Entscheidung und warum diese? Was beeinflusst mich dabei und warum? Wie kann ich Entscheidungen treffen, damit bei dieser mathematischen Gleichung – meine
    Einstellung + meine Entscheidungen = mein Leben – auf der rechten Seite eine positive Summe herauskommt?

Wenn du angesichts dieser Fragen ins Grübeln gekommen bist, ist das nicht verwunderlich, denn darüber haben sich, meiner Erfahrung nach, die wenigsten Menschen Gedanken gemacht. Es ist auch gar nicht leicht, hierbei zu Antworten zu kommen, denn diese liegen überwiegend im Unterbewussten verborgen.

Du weißt wahrscheinlich nur in Bezug auf einige wenige Themen genau, welche Einstellung du dazu hast. Wenn du diese mit der Spitze eines Eisbergs vergleichst, kannst du dir vorstellen, in welchem Verhältnis dazu die Anzahl deiner unbewussten Einstellungen steht.

Einstellungen

Woher kommen die Einstellungen?

Deine (überwiegend unbewusste) Einstellung zu verschiedensten Themen ist geprägt durch eine Reihe von Faktoren, von denen ich dir die drei wesentlichen nennen will:

  • Erfahrungen deiner Seele, die unter Umständen bis in eine sehr, sehr weit zurückliegende Zeit und in ganz andere Lebensfelder zurückgehen
  • Alle bewusst und vor allem unbewusst aufgenommenen Eindrücke bzw. Wahrnehmungen, die du vom Zeitpunkt deiner Zeugung an verinnerlicht hast
  • Die Art und Weise, wie du auf diese Erfahrungen reagiert hast

Alle drei Faktoren stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander.

Die prägendsten Ereignisse lagen überwiegend in der Kindheit und sind der Erinnerung meist nicht mehr zugänglich. Noch weiter zurückliegende Erfahrungen für die meisten Menschen erst recht nicht. Wie du darauf reagiert hast, ist ebenfalls Vergangenheit. Tja, und da Zeitreisen für die wenigsten eine Option sind, stellt sich die berechtigte Frage: Wie kann ich denn an meinen Einstellungen etwas ändern, um mein Leben in Summe zu verbessern?

Versuche gar nicht, sie zu ändern, sondern lass sie los.

Einstellungen sind überwiegend hinderlich im Leben, du brauchst sie keineswegs, sie hindern dich am leben!

Das Problem liegt darin, dass du sie nicht bewusst erworben hast, sondern sie sich bei dir irgendwann quasi durch die Hintertür eingeschlichen haben. Oftmals war dies verbunden mit mehr oder weniger traumatischen Erfahrungen, wodurch du nicht in der Lage warst, klar zu denken geschweige denn, dir eine objektive und gesunde Meinung zu bilden.

Ich möchte an dieser Stelle klarstellen, dass es natürlich gut und äußerst hilfreich ist, wenn du es schaffst, dir darüber klarzuwerden, nach welchen Grundsätzen du dein Leben ausrichten möchtest, denn sonst flatterst du umher wie ein Blatt im Wind und gerätst womöglich von einer Schwierigkeit in die nächste. Solche guten Grundsätze sollten aber ganz bewusst mit Herz und Verstand gefasst werden. Sie unterscheiden sich grundsätzlich von unbewussten Einstellungen, die du am einfachsten daran erkennst, dass du nicht wirklich weißt, wie du dazu kommst.

Stellt sich die berechtigte Frage, wie du solche Einstellungen denn loswerden kannst. Wo sie dir noch nicht mal bewusst sind.

Ein Weg, wenig nützliche Einstellungen loszulassen:

Du kannst sie dir bewusster machen, indem du deinen Fokus darauf legst. Wenn es deine Absicht ist, deine unbewussten Einstellungen kennenzulernen, wird das Leben dir Gelegenheiten dazu bieten. Durch Achtsamkeit schulst du deine Wahrnehmung dafür. Wenn dir dann eine Einstellung bewusst geworden ist, kannst du darüber nachsinnen, inwieweit sie dir nützlich ist. Stell dir vor, dass sie vielleicht zu gar nichts nütze ist, und überprüfe sie daraufhin. Wenn du sie behalten willst: okay! – wenn nicht, dann artikuliere die Absicht, sie gehen zu lassen. Mit dieser Bewusstseinsarbeit wirst du ein großes Stück weiter kommen.

Sollte es dir schwerfallen, zu erkennen, was bei dir überhaupt eine Einstellung ist bzw. welche du hast, bekommst du in einem der nächsten Artikel ein paar Ideen dazu geliefert. Ich werde dir einige Beispiele für typische Einstellungen nennen, woraufhin du den Frage-Antwort-Test nutzen kannst, um zu überprüfen, ob du diese Einstellungen hast oder nicht.

Hier kommst du zu dem Test, falls du ihn noch nicht gefunden hast:
Willst du´s wirklich wissen

Ich werde mich in dem Artikel auf die Einstellungen konzentrieren, die dir wahrscheinlich das Leben unnötig schwer machen. Falls du dich für den Newsletter angemeldet hast, erhältst du den Artikel automatisch per Mail zugesandt.

Nun zu den Entscheidungen

Was, denkst du, ist eine Entscheidung? Ist es immer eine bewusst getroffene Wahl? Oder triffst du vielleicht schon Entscheidungen mit jedem kleinen Gedanken, mit jeder kleinen Aktion bzw. Reaktion?

Ich tendiere zu der Auffassung, dass bei jeder winzigen Handlung, sei es in Gedanken oder Tat, bewusst oder unbewusst eine Auswahl getroffen wird. Und nach welchen Kriterien dies geschieht, steht in ganz engem Zusammenhang mit unseren Einstellungen. Dieser Vorgang läuft fast immer unbewusst ab.

Nur selten werden wir direkt beeinflusst von anderen Menschen und treffen daraufhin eine Entscheidung. Dir fallen bestimmt ein paar Situationen ein, wo du ganz bewusst überlegt hast, was du am besten machen sollst. Ein Beispiel, das die meisten von uns gut nachvollziehen können, ist die Entscheidung für eine bestimmte berufliche Ausbildung. Dazu haben wir von verschiedenen Stellen Informationen eingeholt und manches wurde uns vielleicht von Eltern, Lehrern und anderen Personen unseres Vertrauens nahegelegt, was uns bei der Entscheidungsfindung helfen sollte. Nach einer Phase des Abwägens haben wir uns entschieden für einen Ausbildungsplatz oder einen Uni-Studiengang oder auch dafür, zunächst ein freiwilliges Soziales Jahr oder eine Reise oder ganz was anderes zu machen. Ob sich diese Entscheidung im Nachhinein als für uns gut und richtig herausgestellt hat, ist natürlich die Frage, aber auf jeden Fall standen dafür die Chancen erheblich besser als bei den vielen unbewusst getroffenen Entscheidungen, die üblicherweise unser tägliches Leben bestimmen. Wenn du dich beispielsweise ziemlich unbewusst täglich dafür entschieden hast, überwiegend Kohlenhydrate zu dir zu nehmen, dann kann es sein, dass du jetzt mit deinem Bauchumfang nicht zufrieden bist und sich eventuell erste Anzeichen dafür regen, dass deine Organe unter dieser Überlastung leiden.

Weitaus schwerwiegender sind aber die vielen tausend kleinen Entscheidungen, die gar nicht nach Entscheidungen aussehen, weil wir nicht überblicken können, wie sie unser Leben formen. Wenn du zum Beispiel viele Male die Fernbedienung betätigst, um dir eine Unterhaltungssendung reinzuziehen oder eine DVD mit einem spannenden Spielfilm, dann bekommst du in der gleichen Zeit nicht mit, dass in der Welt (der sogenannten Realität) noch wesentlich spannendere Krimis laufen, die dein Leben mit betreffen. Vielleicht hast du die unbewusste Einstellung, dass du sowieso nichts daran ändern kannst, was in der Welt passiert, und nun, in Kombination mit deiner Entscheidung, dir lieber die Unterhaltung zu gönnen statt unbequeme Wahrheiten, erschaffst du täglich deine Realität, die so aussieht, dass du tatsächlich nichts Weltbewegendes zustande bringst.

Wenn du dir nun also überlegst, dass die meisten Entscheidungen im Leben ganz unbewusst getroffen werden, auf der Grundlage von Einstellungen, die du ebenfalls überwiegend unbewusst entwickelt hast, ach je! Was soll dabei Gutes herauskommen! Das können ja nur Zufallstreffer sein!

Mein Rat in dieser Angelegenheit: Löse dich von all deinen unbewusst gefassten Einstellungen, damit du frei bist, bewusst die Entscheidungen zu treffen, die dich zu einem glücklichen, erfolgreichen Leben führen.

Wenn du dich von allen alten Programmen befreist, gibt es nur mehr wenig, was dich am Erfolg in jeder Hinsicht hindern könnte.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass alles in deinem Leben in Fluss kommt, dass du immer mehr Positives anziehst, wenn du auf deiner „Festplatte“ aufgeräumt hast. (Siehe auch hier: „Wie Wünsche wirklich wahr werden“)

Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, wenn all die alten Belastungen Stück für Stück abfallen und Platz machen für neue, großartige Erfahrungen in deinem Leben, die du dir vielleicht noch nicht mal erträumt hast. Immer weitermachen, es lohnt sich!

Herzlichst,

deine Folkhild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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